Wasser

Ohne Wasser kein Leben, auch kein Katzenleben!

Doch kommen wir, verglichen mit anderen Tieren, mit ziemlich wenig Wasser aus. Das ist das Erbe unserer Vorväter, die noch Steppen- und Savanenbewohner waren. unsere Nieren halten mehr Wasser im Körper zurück als die vieler anderer Tierarten.

Den Verlust von fast allen Kohlenhydratreserven, fast allen Fettdepots und der Hälfte des Körpereigenen Eiweiß können wir überleben. Aber schon ein Verlust von 10 % des Körperwassers kommt es zu schweren Krankheitserscheinungen, 15 % Verlust sind bereits tödlich. Bei gefütterten Katzen kann das Trinken eine viel wichtigere Rolle spielen als bei Selbstversorgern. Dosenfutter, auch Nassfutter genannt, hat noch etwa denselben Wasseranteil wie Beutetiere. Aber Trockenfutter, Biskuits, Katzenkekse und was an dergleichen mehr uns angeboten wird, enthalten kaum noch 10 % Wasser. Das bedeutet, wir müssen bei solch einer Ernährung unbedingt reichlich Wasser trinken.

Über das im Futter enthaltene Wasser wird ein Teil des Bedarfs gedeckt. Den Rest nehmen wir durch Trinken auf. Dabei bleibt der Gesamtwasserbedarf gleich. Bei höherem Wassergehalt in der Nahrung trinken wir weniger, bei trockenem Futter mehr. An heißen Sommertagen ist unser Trinkbedürfnis natürlich größer als bei nasskalten Wetter.

Beim Trinken ist die Zunge ein unentbehrliches Werkzeug. Löffelartig aufgebogen wird zu einer kleinen Schöpfkelle. Mit raschen Bewegungen schlabbern wir damit die Flüssigkeit in unser Maul.

Als gesunde, ausgewachsene Katzen brauchen wir    etwa 65 ml Wasser pro kg Körpergewicht. Ihr solltet unbedingt immer darauf achten, dass frisches Leitungswasser zur Verfügung steht. Leiden wir an Erbrechen und können auch das getrunkene Wasser nicht in uns behalten, dürfen wir kein Wasser mehr trinken. Hält der Zustand länger als einen Tag an, sucht unbedingt den Tierarzt an. Dort bekommen wir wahrscheinlich Infusionen, um den Verlust an Mineralstoffen auszugleichen.